Alle nachstehenen Informationen beziehen sich direkt auf die Situation in unserer Region. Eine allgemeinere Auflistung der verschiedenen in der Kampagne zulässigen Völker findet ihr hier: Völker der Oerde.
Die Adri-Waldgebiete
Ungefähr 90% der Fläche des Adri sind von gemischten Laubwald bedeckt, im Westen durchschnitten von der breiten, träge dahinfließenden Harfe. Wild ist im Forst im Überfluss vorhanden und die Randbezirke waren schon immer ein beliebter Ort für die Jagdgesellschaften der Adligen. Neben Rot- und Schwarzwild gibt es reichlich Hasen, die einen guten Braten abgeben; Eichhörnchen, nerzähnliche Tiere und große Vögel. Auch das Fischen entlang der Ufer der Harfe ist ertragreich. Hinzu kommt ein gutes Angebot an Pilzen, Kräutern, früchtetragenden Pflanzen, Beeren und Knollen. Diese Reichtümer des Waldes ernähren leicht die wahrscheinlich 25.000 Leute, die dauerhaft innerhalb der Grenzen des Waldes leben.
Andere Rassen als die Menschen sind selten außerhalb der tiefen Waldgebiete anzutreffen. Es gibt nicht mehr als ein paar hundert Waldelfen, einige wenige Hochelfen oder Waldgnome. Die Halbmenschen welche in diesem Wald leben, bleiben unter sich und verteidigen ihr Heim mit Fallen, Stolperdrähten, Fallgruben und Netzfallen und benutzen zudem vergiftete Waffen. Es gibt jedoch so wenige ihrer Art, dass sie es nicht auf Begegnungen oder gar Auseinandersetzungen mit Leuten von außerhalb ankommen lassen. Das gilt sogar für die als friedliebend bekannten Gnome. Dies mag viele, die nicht mit der Geschichte des Waldes vertraut sind überraschen, aber die Elfen haben aus gutem Grund eine Abneigung gegen den Wald, wie die Geschichte des Kaltforstes zeigt. Ebenso meiden die Gnome diesen Ort, obwohl man doch erwarten könnte, dass ihnen die bewaldeten Hügel zusagen. Ihr Verhalten ist in dem Abschnitt "Herbergsbad und die Hügel" näher erläutert.
Die menschliche Bevölkerung ist schon recht beträchtlich, nimmt sich jedoch auf den Quadratkilometer hochgerechnet geradezu spärlich aus. Es gibt Gegenden im Adri, in die noch nie zuvor ein menschliches Wesen seinen Fuß gesetzt hat.
Was die Preise und Verfügbarkeit von Waren angeht, so sind Nahrungsmittel sehr leicht zu haben; die meisten anderen Güter hingegen sind selbst für viel Geld kaum zu beschaffen. Da heißt es sparen, selbst für so simple Dinge wie (Metall-)Waffen. Sobald nur ein wenig Metall zur Verarbeitung einer Ware benötigt wird, treibt dies den Preis in astronomische Höhen, da Eisen, Bronze oder Stahl nur von außen und unter größten Gefahren in den Wald gebracht werden kann. Selbst Äxte sind so ein kostspieliges Vergnügen. Waren, die mit den Ressourcen aus dem Wald hergestellt werden können, sind jedoch reichlich und günstig zu haben. Dies gilt auch für Waffen wie einfache Holzspeere, Bogen und Pfeile (ohne Metallspitze) und Rüstungen aus Tierhäuten.
Die Waldbewohner
Die Waldmenschen
Die meisten Menschen leben hier vom Fischfang, Fallenstellen, Jagen und dem Sammeln von Pflanzen. Folglich sind sie eher als Waldmenschen zu bezeichnen denn als Waldarbeiter. Waldarbeiter sind hingegen Leute, die ihren Lebensunterhalt dadurch bestreiten, dass sie Holz aus dem Wald für die Herstellung von Möbeln, als Bauholz und zur Konstruktion von Schiffen schlagen. Sie leben außerhalb der Wälder auf Bauernhöfen und kleinen Weilern. Diese Waldarbeiter verrichten das Fällen der Bäume mit Verbissenheit und scheinbar gefühllos, da ihre Herren die Ausführung dieser Arbeiten von ihnen verlangen. Die Waldmenschen reagieren unterschiedlich auf diese Gefährdung ihres Lebensraumes und die noch weit bedrohlicheren Eindringlinge wie Banditen, Humanoide und Milizen. Einige setzen sich dagegen zur Wehr, indem sie tödliche Fallen für all jene aufstellen, die ihren Wald betreten. Andere haben sich in die tieferen Regionen zurückgezogen oder in die neuen befestigten größeren Siedlungen, die in den letzten Jahren geradezu wie Pilze aus dem Boden geschossen sind.
Noch vor Jahrzehnten lebten die Waldmenschen als Einzelgänger oder Familienverbünde in Waldhütten, außer in den Gegenden, wo ebenfalls dort ansässige Humanoide eine drohende Gefahr darstellten. Heutzutage ist diese Lebensweise unüblich. Familien leben nun in Gruppen zusammen, und Gräben sowie Palisaden schützen ihre Ansiedlungen.
Die Siedlungen werden immer tiefer und tiefer in den Wald hineingebaut - tiefer als in anderen Wäldern vergleichbarer Größe. Daran kann man schon erkennen, dass die größten Bedrohungen für die Waldmenschen von außerhalb des Waldes kommen und nicht aus ihm heraus.
Die Waldmenschen des Adri sind eine bunte Mischung von Gesinnungen, wobei der chaotische Gesinnungsanteil vorherrscht.
Einer aus dem Forst, dessen Familie ein paar Hühner wegen der Eier und eine Ziege wegen der Milch hält, ist mehr oder weniger ein Selbstversorger und muss daher wahrscheinlich nur einmal im Jahr eine Handelsreise unternehmen, um Dinge wie Leder, Stoff, Töpfe und Pflanzen oder andere vorgefertigte Waren zu beschaffen.
Waldmenschen sind widerstandsfähige Gesellen. Mit guten Grund sind sie sehr misstrauisch gegenüber allen, die nicht aus dem Adri stammen. Die Siedlungen der Waldmenschen (mit einer Bevölkerung von mehr als 30) werden regelmäßig Tag und Nacht durch Patrouillen abgesichert. Die Waldmenschen bevorzugen Lederrüstungen, Lang- oder Kurzbogen, Knüppel und Speere. Einige benutzen auch andere Waffen (Langschwerter, Kampfäxte und ähnliches), die sie toten Milizangehörigen von jenseits des Waldes abgenommen haben. Gewöhnlich schließen sie sich in kleinen Gruppen zum Jagen, Kontrollieren der Fallen oder Sammeln von Beeren und Pilzen zusammen. In vielen Gegenden sind die Waldmenschen dazu übergegangen, ihre Haut mit Pflanzen- und Beerenextrakten einzureiben, um sich besser im Unterholz verstecken zu können.
Die wenigsten Waldmenschen machen sich ein Bild von der Lage außerhalb ihrer kleinen und bescheidenen Welt. Sie haben genug damit zu tun, ihr tägliches Überleben zu sichern als dass sie sich noch um die politischen Intrigen der Außenwelt kümmern könnten. Im allgemeinen sind sie auch zu naiv, um diese überhaupt zu verstehen.
Die meisten Waldmenschen, denen man begegnet, sind einfache Arbeiter. Nur wenige gehören der Waldläufer- (10%), Krieger- (5%) oder (Natur-) Kleriker (1%)-Klasse an. Im Norden des Waldes sind einige kleinere Siedlungen bekannt, die hauptsächlich von Barbaren bewohnt werden.
Waldläufergruppen im Adri
Im Adri existieren mehrere Waldläufergruppierungen, die unterschiedliche Interessen verfolgen.
Die wohl bekanntesten und gleichzeitig gegensätzlichsten Gruppierungen sind die um Parren Ludern und Prisstyne Carnhuis.
Parren Ludern agiert mit seiner Gruppe vornehmlich in der Region um Alfersfurt. Seit dem Ende der Graufalk-Kriege setzt er sich für ein Bündnis der Waldbewohner mit Nairond ein. Nur so sieht er eine Chance, den Adri und seine Bewohner dauerhaft vor dem Zugriff von Ahlissa oder dem Nordkönigreich zu schützen. Die meisten Waldmenschensiedlungen im Umkreis von ca. 40 km um Alfersfurt haben sich ihm angeschlossen, da er mit seiner etwa 80 Mann starken, straff organisierten Truppe ein stabilisierender Faktor in diesen unruhigen Zeiten ist.
Die Waldläufer seiner Gruppe erkennt man im allgemeinen an den rot-weiß gefiederten Pfeilen und ihren Abzeichen, die ihnen so etwas wie einen militärischen Rang zuordnen. Die Waldläufer auf der untersten Rangstufe tragen einen einzelnen, dünnen, gelblich-grünen Streifen am rechten Ärmel. Die nächsten Ränge tragen dann zwei bzw. drei Streifen. Die Anführer schließlich tragen drei Streifen mit einem umgedrehten Sparren. Die meisten Waldläufer dieser Gruppe sind von rechtschaffen guter oder neutral guter Gesinnung.
Parren versucht ständig weitere Verbündete innerhalb und außerhalb des Waldes zu finden, hatte bis jetzt - mit einigen wenigen Ausnahmen - jedoch keinen Erfolg. Für kurze Zeit nach dem Krieg hatte er Unterstützung durch den nairondischen General Osmeran von Cordrend und dessen elfischen Magier Nukirien. Gemeinsam organisierten sie Waffentransporte nach Alfersfurt (meist durch den teleportierenden Nukirien selbst) und einen Überfall auf Herbergsbad. Doch als sich Karasin dem Königreich von Ahlissa anschloss, wurde diese direkte Unterstützung von nairondischer Seite eingestellt, da die Situation zu leicht hätte eskalieren können.
Dafür gelang es Parren, einige Händler in Herbergsbad davon zu überzeugen, den Handel mit Alfersfurt wieder aufzunehmen, und so kommen nun in regelmäßigen Abständen kleinere Handelskarawanen über den Handelsweg durch den Adri nach Alfersfurt. Dies brachte Parren nicht unerhebliches Ansehen in Alfersfurt und dessen unmittelbarer Umgebung. In der Ehlonna-Priesterin Lisara Elmhern, die wie er meist in Alfersfurt zu finden ist, hat er eine starke Verbündete innerhalb des Adri.
Parren selbst ist ein charismatischer Anführer, in dessen Adern das Blut des ehrwürdigen Hauses Cranden fließt, was ihm eine gewisse aristokratische Ausstrahlung verschafft.
Diejenigen, die dieser straffen, militaristischen Organisation misstrauen, sind jedoch in der Überzahl. Die meisten Oberhäupter der Waldmenschen-Clans und die Anführer der regional organisierten Waldläufer sympathisieren daher mit der Waldläuferin Prisstyne Carnhuis (so z. B. der Held der Graufalk-Kriege Kalmirian). Sie steht für den unbedingten Freiheitswillen der meisten Bewohner des Adri. Ihr wie ihnen ist es egal, wer sie zu regieren versucht; sie wollen nur eines: ihre Freiheit. Die Waldläufer, die sich Prisstyne zugehörig fühlen, treten daher auch nicht wirklich organisiert auf. Sie verstehen sich mit den meisten nicht-menschlichen Bewohnern des Waldes wie den Waldelfen, den Wachenden und dem Feenvolk. Im Gegensatz zu Parren beschützen sie nicht nur die großen Siedlungen in und um Alfersfurt, sondern fühlen sich als Wächter des ganzen Waldes. Prisstynes Basis ist ihr kleines Baumhaus, das tief im Wald irgendwo zwischen Alfersfurt und Scharfenwall liegt. Hier findet man immer einige ihrer engsten Anhänger, die sie im Gegensatz zu Parren nicht als Untergebene betrachtet. Neben zwei Menschen Waldläufern gehören hierzu noch zwei Heinzelmännchen, welche Brüder sind und sich laufend streiten, ein Waldelfen - Priester des Rillifan Ralathil und ihr Wolf Harquan, der sie praktisch immer auf ihren Streifzügen begleitet.
Druiden und Naturpriester
Es existiert eine kleine Anzahl verschiedener Natur-Priesterschaften innerhalb des Adri. Im Laufe der Jahre hat hier eine Handvoll Priester von Beory, Atroa und Phyton Zuflucht gefunden, aber die bedeutendsten Priesterschaften sind die von Ehlonna und Obad-Hai. Die Priester der Ehlonna bezeichnen sich selbst oftmals als "Druiden", ein bisschen auch deshalb um die Vorherrschaft der Druiden Obad-Hais in Frage zu stellen. Obad-Hais Priesterschaft ist die zahlreichste im Adri. Im Spätsommer/Herbst des Jahres 595 AZ wurde die langjährige Erzdruidin Immonara durch die Halblingsdruidin Athanasia Baumling abgelöst. Diese ist von einem - den meisten Bewohnern des Adri - unbekannten Ort im Jahr 590 AZ in den Adri gekommen und hat im Jahr 593 AZ Immonara zu einem rituellen Druidenduell um die Vorherrschaft im Wald herausgefordert. Sie hat Immonara lange Jahre wegen ihres passiven Umgangs mit Gefahren für den Wald kritisiert, und viele Beobachter erwarten nun ein deutlich agressiveres Verhalten der Druiden, gegenüber Störern der Natur. Athanasia wird keiner der traditionellen druidischen Glaubensgemeinschaften zugerechnet, sondern soll Anhängerin der Sheela Peryroyl -einer Naturgöttin der Halblinge- sein. Das Duell soll nicht nur zwischen den beiden Druidinnen ausgefochten worden sein, wie einige Zeugen berichten.
Vielmehr hat eine dritte Fraktion in das Duell eingegriffen. Eine Fraktion, die ihre Rechte aus ungeahnter Vergangenheit ableitet und die seit einiger Zeit wieder aktiv in die Geschichte des Adri eingreift: Es sind die Nachfahren eines uralten flannischen Drachenkultes, der den Adri nach dem Untergang der Elfen und bis zur Ankunft der Oeridianer beherrscht hat.
Immonara ist seit dem Druidenduell nicht mehr gesehen worden, gilt aber nach wie vor als Oberhaupt der Kirche Obad-Hais und der Adri-Sektion der Bronzebrüder, einer nairondischen Gruppe von Druiden, Waldläufern und anderen, die versuchen den Celadon- und Gamboge- Wald zu schützen. Gerüchte behaupten, dass sie sich in einem der beiden Bereiche des Innerwalds aufhält und diesen beaufsichtigt. Da dieselben Gerüchte behaupten, dass sie auf merkwürdige Weise verändert ist, glauben Wenige diese Gerüchte. Da sie jedoch eine der wenigen ist, die es wagen kann, selbst im Innerwald unbeschadet zu wandeln, entbehren diese Gerücht doch nicht einer gewissen Wahrscheinlichkeit. Immonara verfügt über ein beispielloses Wissen über die alten Überlieferungen des Waldes. Sie kennt die alten Geheimnisse und Gefahren und auch die wahre Geschichte des Kaltforstes. Manche glauben, dass sie auch Dinge über die dritte Druidenfraktion weiß, die außer ihr kein Lebender mehr kennt.Seit der Entdeckung eines uralten Relikts durch einen Druiden ganz in der Nähe warnt Immonara die anderen Druiden, dort auf ihren Wegen besonders wachsam zu sein. Bisher durchwanderten die von ihr angeführten Obad-Hai-Druiden den Forst, ohne lange an einem Ort zu verweilen. Sie sind nicht auf Konfrontation mit plündernden Milizen oder Humanoiden aus, wie dies bei Parrens Waldläufern der Fall ist. Vielmehr ist ein Druide des Obad-Hai "ganz zufällig" in der Nähe und setzt Verstrickung, Fallen, Dornenwuchs und ähnliches ein, um Plünderer zu verwirren.
Die Druiden des Obad-Hai haben auch Freunde unter den Waldelfen, den wenigen Gnomen des Adri und den anderen nichtmenschlichen Bewohnern des Waldes. Es sind freundliche Priester, introvertiert, ohne Aggression, die ihr Vertrauen nur Ihresgleichen schenken. Sie sind außergewöhnlich bewandert in der Kräuterkunde.
Die kleinere Priesterschaft der Ehlonna ist viel kontaktfreudiger und manchmal sogar aggressiv. Sie hat keine mit Immonara vergleichbare Führungspersönlichkeit , aber Lisara Elmhern ist eine hitzige und außergewöhnlich scharfsinnige Priesterin und tritt häufig bei Treffen mit den Waldläufern oder den Leuten von außerhalb des Adri als Sprecherin auf.
Die Rivalität zwischen Ehlonnas Kirche und den Druiden Obad-Hais
Der Hauptgrund für die Rivalität zwischen der Kirche von Ehlonna und den Druiden Obad-Hais liegt wohl in der unterschiedlichen Art und Weise, wie sie die Pflege der Natur interpretieren.
Während Ehlonna ihre Anhänger lehrt die Natur zu lieben, zu respektieren, zu schützen und zu verehren, sollte sie nach Obad-Hais Ansicht zwar verehrt werden, aber grundsätzlich sich selbst überlassen werden.
Ehlonnas Anhänger betrachten den Wald als etwas um, das sie sich kümmern sollen und sehen sich ermächtigt, in den Lauf der Natur einzugreifen, wenn etwas geschieht, da sie schädigen könnte. So werden z. B. Waldbrände von ihnen immer bekämpft. Auch ist es nicht untersagt, den Wald zu pflegen und zum Zwecke dieser Pflege einzelne Bäume zu stutzen oder zu fällen - und dann wieder Büsche und Bäume anzupflanzen, Tiere vor Gefahren zu schützen, Menschen vor gefährlichen Tieren zu schützen, schwache Tiere im Winter zu füttern, wenn sie wenig Nahrung finden...
Die Anhänger des Schalmaienspielers glauben hingegen, dass die Natur in Ruhe gelassen werden sollte. Und sie tun alles, um die Balance der Natur zu wahren. Werden z. B. zu viele wilde Tiere von Menschen gejagt, so kann sich ein Druide schon mal bemüßigt fühlen, Verletzte, Alte und Schwache im Wald in die Irre zu führen, damit Raubtiere Nahrung finden. Sie könnten Siedlungen, die den Wald bedrohen mit der Hilfe der Natur bekämpfen oder, wenn dies keine Bedrohung für die Natur selbst darstellt, sich mit Humanoiden verbünden, um Siedler aus dem Wald zu vertreiben. Und einen Waldbrand würde sie sicher nur bekämpfen, wenn dieser mit bösem Willen gelegt worden ist, denn natürliche Waldbrände stärken die Regeneration des Waldes.
So kommt es also oft vor, dass Dinge, die Ehlonna-Anhänger tun, um den Wald zu pflegen, dem Willen Obad-Hais widersprechen, und dann greifen die Druiden ein, um diese Dinge wieder rückgängig zu machen.
Banditen
Neben den einheimischen Bewohnern des Waldes gibt es im Adri auch viele Banditen. Sie sind ein bunt zusammengewürfelter Haufen. Einige leben schon seit vielen Jahren als Geächtete im Wald und haben auf diese Weise viele versteckte Pfade und Wege im Adri entdeckt. Andere sind Deserteure der Armee des Großen Königreiches und wieder andere Bauersleute, die sich während der Kriege oder in den Monaten danach in den Schutz des Waldes geflüchtet haben. Die wenigsten dieser Neuankömmlinge kennen sich auch nur annähernd im Wald aus.
Nur sehr wenige Banditen wohnen in festen, bewachten Siedlungen; nur diejenigen die hier schon seit einigen Jahren oder länger leben. Die Mehrzahl sind wilde Aasgeier, die hauptsächlich Ländereien und Ansiedlungen der Bauern außerhalb des Waldes heimsuchen und plündern. Sie sind zumeist schlecht ausgerüstet und haben verdrehte Moralvorstellungen, obwohl es auch eine Handvoll Ausnahmen gibt (siehe Eintrag Scharfenwall weiter unten).
Sonstige Waldbewohner
Annähernd 1.000 Orks, etwa halb so viele Gnolle und eine Handvoll Grottenschrate sind ebenfalls im Wald heimisch. Ihre Zahl ist zurück gegangen, da viele vom nördlichen Königreich (üblicherweise mit vorgehaltener Klinge) in dessen Armee verpflichtet wurden. Sie stellen lediglich eine geringe Bedrohung dar, da sie offensichtliche und verräterische Anzeichen im Wald hinterlassen, so dass die Waldmenschen sie üblicherweise meiden und eventuell anstehende Plünderungen absehen können. Sie bilden keine größeren Ansiedlungen, sondern streunen in der Regel in kleinen Banden herum und plündern was immer sie können.
Es gibt nur wenige Feengeschöpfe (Dryaden, Pixies, Nixen im Fluss usw.) außerhalb des Innerwaldes. Viele der Siedlungen der Dörfler haben ihre Heinzelmännchen und ein paar sogar einen der hoch geschätzten Killmounis irgendwo zwischen den hölzernen Deckenbalken. Die Waldmenschen sind sehr abergläubisch, was dieses kleine Volk angeht, und stellen daher immer Teller mit Milch, Bier und Essen für sie bereit. Es ist ein weit verbreiteter Glaube, dass das kleine Volk kandierte Süßigkeiten, die aus Fruchtzucker hergestellt werden, liebt. Die Heinzelmännchen sind außerdem besonders freundschaftlich mit Prisstynes Waldläufern verbunden und hinterlassen häufig offensichtliche Warnzeichen für sie entlang ihrer bevorzugten Pfade, wenn dort Gefahren lauern.
Der Drachenkult
Seit Beginn des Jahres 591 sind Abenteurer auf Spuren eines alten Drachenkultes gestoßen, der nach dem Untergang der Stadt der Sommersterne, die Geschicke der Menschen im Adri gelenkt hat. Kleinere und größere Tempel des Kultes wurden verlassen gefunden, und Hinweise deuten auf weitere Tempel und eine große Anlage irgendwo in den Tiefen des Adri hin. Einige Abenteurer - in den Gaststätten Herbergsbad meint man, dass es sich um die üblichen Wichtigtuer handele - behaupten gar, dass der Kult selbst bis vor kurzem noch aktiv war und aus einem kleinen Dorf im Norden des Adri operierte. Doch dieselben Abenteurer erzählen auch die Geschichte von einer merkwürdigen Halbebene, auf der dieser Drache schlafen soll, und wie es ihnen gelungen sei, diese Ebene wieder sicher zu versiegeln. Die Überreste des Drachenkultes sollen bekehrt worden und in ihr Dorf zurückgekehrt sein. Sie sollen sich verpflichtet haben, Repräsentanten von Athanasia in ihrem Dorf zu empfangen und sich unter die Kontrolle der Druiden zu stellen. Obwohl bisher niemand dieses Dorf finden konnte, spricht viel dafür, dass Athanasia weiß, wo es zu finden ist und die Menschen auf den rechten Pfad zurückführt.
Die Krieger der Jägerin
Eine Handvoll der Ehlonna - Priester haben sich in einer kriegerischen Glaubensgruppe organisiert, die den Kräften des Waldes und der Macht der Lebenskraft, die Ehlonna verkörpert, große Bedeutung zumessen. Sie nennen sich "Krieger der Jägerin" und sind insbesondere auf Kampf- und Schutzzauber spezialisiert. Sie haben sich aktiv mit Parrens Waldläufern und Kämpfern der Waldmenschen zusammengeschlossen, um all jene anzugreifen, die den Adri bedrohen. Der berühmte Krieger-Barde Lukan der "Eber" ist mit den "Kriegern der Jägerin" verbündet, und Gerüchten zufolge ist er auch der Liebhaber von Lisara, der Anführerin dieser Gruppe.
Die Bronzebrüder
Die Bronzebrüder sind eine nairondische Organisation von Waldmenschen, Waldläufern und Druiden, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die großen nairondischen Wälder Celadon und Gamboge vor weiterer skrupelloser Ausbeutung zu schützen. Sie stehen damit auch in klarem Widerstand zum nairondischen Thron.
Da sich viele dieser Interessen mit denen der anderen Bewohnern des Adri decken, gibt es auch in diesem Wald Anhänger dieser Vereinigung. Die Anführerin im Adri ist die ehemalige Erzdruidin Immonara, und auch von Parren Ludern nimmt man an, dass er mit den Brüdern sympathisiert. Da die Kontakte aber während der Graufalk-Kriege abbrachen und wegen der chaotischen Verhältnisse danach nur unter großen Komplikationen gepflegt werden konnten, sind sie derzeit so gut wie eingeschlafen.
Die schwarzen Pfeile
Seit dem Jahr 590 AZ machte eine Gruppe von sich reden, die lange nur die "schwarzen Pfeile" genannt wurde. Doch im Rahmen der Befreiung von Herbergsbad wird bekannt, dass die Gruppe selbst sich als Aktionsfront Freies Almor bezeichnete. Die Gruppe agierte meist in dem Waldstück, das dem Fürstentum Herbergsbad zugerechnet wird - also nordwestlich der Harfe liegt -, und in der unmittelbaren Umgebung der Stadt. Einziges Zeichen das sie hinterließen, waren schwarze Pfeile mit schwarzen Federn, die in ihren Opfern stecken und gelegentlich ein altes Militärabzeichen der Prälatur von Almor, das bei diesen Toten gefunden wurde. Bei den Getöteten handelt es sich meist um Militär von Prinzessin Karasin oder Prinz Molil und um Waldläufer, die in Diensten dieser beiden Herrscher standen (und deswegen von den anderen Waldläufern meist als Verräter angesehen werden). Aber es wurden auch Humanoide und Banditen gefunden, die an den schwarzen Pfeilen starben. Besonders nach "Schlacht am Druidenborn" im Jahre 591 wurden auffällig viele der geflüchteten Truppen von Prinz Molil gefunden, die von dieser Gruppe getötet wurden.
Neben dem Kampf mit Waffen agierten sie auch in einem bestimmten Maße politisch. Immer wiederkehrenden Wandschmierereien in Herbergsbad wie "Lang lebe Almor", "Werft Karasin aus der Stadt", "Es gibt nur einen wahren Herrscher: den Prälaten", "Nieder mit Ahlissa" wurden von ihnen verursacht. Sie hatten es jedenfalls geschafft, die Stadt und die Region des Waldes in ihrer Nähe in erhebliche Unruhe zu stürzen. Tatsächlich wurde die Unruhen im Laufe des Jahres 598 AZ so groß, dass sich Prinzessin Karasin dazu entschloss, mehrere Aktionen gegen die Aktionsfront zu unternehmen. Waren den ersten noch recht wenig Erfolg beschieden, so gelang es ihr im Spätherbst (wohl durch Verrat aus den Reihen der Aktionsfront) praktisch aller Mitglieder inklusive ihres Anführers habhaft zu werden. Alle Gefangenen wurden grausamer Folter unterzogen und wer entkommen konnte tauchte bis zur endgültigen Befreiung von Herbergsbad unter. Von den Gefangenen überlebte niemand die Folter, und da die Ziele der Gruppe inzwischen erreicht sind, gilt sie als aufgelöst.